Webhosting im Ausland, eine gute Idee? Vorteile, Risiken und meine Tipps

Vitali Lutz
Expertise für einfache Perfektion
Aktualisiert am 03. Februar 2026
Alarm 5:48 Minuten Lesezeit

Eine Website kann nicht nur local betriben werden, sondenr auch im Ausland. Anstatt seine deutsche Website in Derushcland zu hosten, lagert man das hsioting in den Ausland aus, zum beispiel Schweit, Niederlanden, oder gar Zypern oder Schweden, um ein paar exoten zu nennen.

Es können vielfältige Grüde die entshcuenugnf für ein Webhosting im ausland begründen. IN manchen fällen macht es sinn, in anderen wohl erher weniger. In den meisten Fällen macht das keinen Sinn und bringt aus nachteile und risiken keinen nennenswerten utzwert.

Webhosting im Ausland, muss das sein?

Es gibt legitime Gründe, die für ein Webhosting im Ausland sprechen. Die häufigsten sind:

  • Datenschutz und Privatsphäre: Einige Länder haben strengere Datenschutzgesetze als das eigene Land. Beispielsweise kann Hosting in einem Land mit robustem Datenschutz (wie der Schweiz oder Island) mehr Schutz für sensible Daten bieten.
  • Rechtliche Vorteile / Regulierung: Bestimmte Inhalte oder Dienste könnten im eigenen Land strenger reguliert sein (z. B. Streaming, Foren, E-Commerce). Hosting im Ausland kann helfen, lokale Einschränkungen zu umgehen, ohne dass die Inhalte illegal sind.
  • Performance und Nähe zu Zielgruppen: Wenn die Hauptzielgruppe in einem anderen Land liegt, kann Hosting dort die Ladezeiten und Nutzererfahrung verbessern. Das ist der mit Abstand stärkste und plausibelste Grund für ein ausländisches Hosting.
  • Redundanz und Ausfallsicherheit: Wer das Ausfallrisiko seiner Website auf ein absolutes Minimum reduzieren möchte, kann die Website zusätzlich im Ausland hosten. Fällt der Hauptserver aus, kann die Seite automatisch von einem alternativen Standort ausgeliefert werden.
  • Kosten: Und da haben wir natprloch die Kosten, wer mlchte nicht beim Wbehositng sparen? In einigen Ländern sind die Hosting-Kosten deutlich niedriger, auch für vergleichbare Leistung und Sicherheit.

Die Gründe hören sich plausibel an, nicht wahr?

In der Praxis sind solche Maßnahmen jedoch häufig von geringem tatsächlichem Nutzen.

Viele Betreiber erhoffen sich vor allem rechtliche Vorteile oder legale Sicherheit durch das Hosting im Ausland. Sie möchten Inhalte veröffentlichen, die im Inland stark reguliert oder sogar illegal sind, und gehen davon aus, diese im Ausland sicher hosten zu können.

Dabei wird jedoch oft das Risiko unterschätzt, dass rechtliche Durchsetzung, internationale Zusammenarbeit oder Sperrmaßnahmen dennoch greifen können und die vermeintliche Sicherheit schnell trügerisch wird.

Kurz gesagt: Wer im Ausland illegale oder urheberrechtlich geschützte Inhalte auf seiner Website anbietet und dabei die deutsche Zielgruppe anspricht, genießt keinerlei Schutz. Derjenige macht sich rechtlich angreifbar und kann für Verstöße voll haftbar gemacht werden.

Wer sich trotzdem sicher im Ausland fühlt, dem möchte ich kommentarlos kurz zur Erinnerung auf die "Fünf Augen" (Five Eyes), "Neun Augen" (Nine Eyes) und "Vierzehn Augen" (Fourteen Eyes) hinweisen. Dabei handelt es sich um internationale Geheimdienstallianzen, die Informationen austauschen.

Diesen Punkt haben wir also abgehackt.

Webhosting im Ausland ist wegen der Redundanz und Ausfallsicherheit genauso unnötig wie das fünfte Rad am Auto. Anstatt die Website aus redundanzgründen ins Ausland zu bringen, kann man sie genauso gut in zwei unterschiedlichen Bundesländern hosten.

Das wird der Redundanz voll und ganz gerecht.

Wie wahrscheinlich ist es, dass die Website gleichzeitig in einem Berliner und einem Frankfurter Rechenzentrum offline geht, weil die Technik versagt?

Kaum wahrscheinlich.

Moderne Rechenzentren verfügen bereits über bewährte Praktiken für Fallback-Mechanismen und Redundanzen, die Ausfallzeiten auf ein Minimum reduzieren.

Betrachtet man nun die besten Praktiken für die Ausfallsicherheit von Rechenzentren, wird schnell klar:

  1. Die Techniker im Rechenzentrum tun alles, um die Website online zu halten.
  2. Ein eigenes Rechenzentrum als Businessmodell zu betreiben, ist kein Vergnügen.
Rechenzentrum: Beste Praktiken zur Ausfallsicherheit
Rechenzentrum: Beste Praktiken zur Ausfallsicherheit

Beim Hosting einer Website in zwei Rechenzentren zur Redundanz ist die Wahrscheinlichkeit eines kompletten Ausfalls trotz aller Maßnahmen für ausfallsicheren Betrieb äußerst gering.

Moderne Rechenzentren sorgen durch ihre Infrastruktur dafür, dass selbst bei Problemen in einem Standort die Website weiterhin erreichbar bleibt.

Warte, aber der Preis beim Auslandshosting ist niedriger...

Der Preis ist ein äußerst schwacher Grund für ausländisches Webhosting, da häufigere Ausfallzeiten und daraus resultierender Umsatzverlust am Ende teurer werden können. Eine Website für einen Dollar im Ausland zu hosten und dabei echte Leistung oder Garantien zu erwarten, ist schlicht naiv.

Zum Vergleich dazu: Ich hoste viele meiner Websites bei All-Inkl.com. Bei Hardware- oder Softwareproblemen auf dem Server arbeiten die Techniker rund um die Uhr.

Ich habe einmal nachts an einer Website gearbeitet, die Probleme machte. Ich bemerkte eine langsame Reaktionszeit der Website. Innerhalb weniger Minuten, und das nachts, haben die Techniker das Problem gelöst.

Diese Leistung und Sicherheit bekommt man bei einem günstigen Auslandshosting nicht. Professionalität hat ihren Preis und dieser ist bereits in Deutschland sehr günstig.

Für rund 5 Euro pro Monat bekommt man schon eine sehr gute und zuverlässige Basis für seine Website. Der günstigste Tarif bei All-Inkl.com kostet weniger als 5 Euro und bietet Webhosting, das fast an Business-Niveau heranreicht.

Wenn man mit der Website Geld verdienen muss, sollte das Argument "Hosting im Ausland ist günstiger" ebenfalls abgehakt sein. Die Kosten werden sich durch mehr Zuverlässigkeit, höhere Uptime, schnellere Ladezeiten und vieles mehr amortisieren.

Zu beachten ist außerdem, dass eine Website in vielen Fällen langsamer lädt, wenn sie im Ausland gehostet wird. Die Daten müssen längere Strecken zurücklegen, was die Ladezeiten erhöht. Das führt dazu, dass Besucher abspringen und am Ende deinem Geschäft Geld kostet.

Risiken

Eine Sache vorab: Wenn ein mein Dienstleistungskunde seine Website auf deutsche Nutzer ausrichten möchte und gleichzeitig plant, sie im Ausland zu hosten, werde ich diese Idee nicht gutheißen.

Wir sind hier in Deutschland, und es greifen das Europäische sowie insbesondere das deutsche Datenschutzrecht. Dieses Thema ist äußerst wichtig und wird in Zukunft noch deutlich an Bedeutung gewinnen, da der Schutz personenbezogener Daten zunehmend streng kontrolliert wird.

Wir befinden uns nicht mehr in einer "Wild-West"-Situation wie teilweise in den USA, in der die Regulierung lockerer ist.

Hier in Deutschland und Europa greifen klare Gesetze und Vorschriften, insbesondere im Bereich Datenschutz und Haftung, die Website-Betreiber beachten müssen.

Deshalb gleich vorab:

  • Du hast eine Domain mit der Endung ".de"
  • Du selbst bist ansässig in Deutschland
  • Du richtest deine Website sprachlich und inhaltlich an den deutschen Nutzern aus
  • Du planst, überwiegend Kunden aus Deutschland zu haben

Die Website muss in diesem Fall in Deutschland gehostet werden. Vergiss ausländisches Hosting, es bietet kaum Vorteile, während die Nachteile die möglichen Nutzen bei Weitem überwiegen.

Die Nutzerdaten bleiben in Deutschland und man vereinfacht sich die Sache mit dem Datenschutz, der in der EU und insbesondere durch die DSGVO sehr anspruchsvoll ist. Gehen Daten ins Ausland, werden die Datenschutzbehörden dich als Erstes fragen, ob das überhaupt nötig ist und du musst dies überzeugend begründen.

Wenn du trotzdem im Ausland hostest, musst du das sehr gut begründen. Außerdem greift dann nicht nur das deutsche Recht, weil die meisten Besucher aus Deutschland kommen, sondern auch die Gesetze des Landes, in dem die Webhosting-Dienste bereitgestellt werden.

Behörden oder Aufsichtsstellen (z. B. Datenschutzbehörden) erwarten in der Regel eine klar nachvollziehbare Rechtfertigung, warum die Daten nicht in Deutschland oder der EU gehostet werden. Das kann z. B. Performance, Spezialdienstleistungen oder Datenschutzvorteile betreffen.

Wenn die meisten Nutzer aus Deutschland kommen, greifen trotzdem deutsche Gesetze, insbesondere in Bereichen wie Datenschutz (DSGVO), Verbraucherrechte oder Impressumspflicht.

Gleichzeitig unterliegt das Hosting-Unternehmen den Gesetzen des Landes, in dem die Server stehen. Das kann z. B. Zugriffsrechte von Behörden, Meldepflichten oder Zensur betreffen.

In der Praxis bedeutet das: Du musst sowohl deutsches Recht beachten als auch die lokalen Gesetze des Hosting-Landes prüfen. Auslands-Hosting entbindet nicht von deutschen Vorschriften, bringt aber zusätzliche rechtliche Aspekte mit sich, die man genau prüfen sollte.

Fazit

Es gibt Fälle, in denen es sinnvoll sein kann, eine Website im Ausland zu hosten.

Zum Beispiel, wenn die Website in einer anderen Sprache angeboten wird und sich an eine andere Zielgruppe richtet, etwa im amerikanischen oder asiatischen Raum. In solchen Fällen macht es durchaus Sinn, die Website näher an die jeweilige Zielgruppe zu verlagern, um Ladezeiten zu optimieren und die Nutzererfahrung zu verbessern.

Wenn man weiß, dass die meisten Besucher aus Deutschland, Österreich und der Schweiz kommen, ist ein Webhosting in Deutschland ein No-Brainer. Sowohl aus technischer als auch aus rechtlicher Sicht ist dies die beste Wahl.

Ich bin kein Freund von unnötiger Komplexität, wenn es auch einfach geht. Lokales Hosting ist einfacher, sicherer und langfristig zuverlässiger.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Muss ich also dort hosten, wo die Zielgruppe ist?

Richtig. Du orientierst dich daran, woher die meisten Besucher kommen. Wenn die meisten Besucher aus Deutschland kommen und dies deine primäre Zielgruppe ist, sollte der Webhosting-Server in Deutschland stehen.

Brauche ich ein Impressum, wenn die Website nicht in Deutschland steht?

Ja, nicht der Standort ist entscheidend, sondern die Zielgruppenausrichtung. Wenn sich die Website an deutsche Nutzer richtet, gilt die deutsche Impressumspflicht.

Hat ausländisches Webhosting Einfluss auf Suchmaschinenrankings?

Ja, die Suchmaschinen können sowohl die IP des Servers sehen als auch die Ladezeit messen. Wenn die IP aus dem Ausland stammt, kann sich das negativ auf die lokale Sichtbarkeit auswirken. Wenn die Seite aufgrund des längeren Weges zum Server langsamer lädt, hat das auch negative Auswirkungen auf das Ranking.

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