
Das Internet ist farbenfroh.
Jede Website versucht, die Besucher durch Farben, professionelle Stockbilder oder besondere Spielereien zu beeindrucken. In einigen Fällen klappt das sehr gut, in anderen weniger.
Besonders häufig experimentieren Websites mit Artikelbildern, auch Post-Hero genannt. Manche sagen, das Bild soll den Titel unterstützen, andere finden, es sollte zum Inhalt der Seite passen.
Was ist richtig?
Stockbild als Artikelbild — nein danke
Stockbilder in Blogposts zu nutzen ist wie zu viel Schminke aufzutragen: Es wirkt unnatürlich und künstlich. Dasselbe Phänomen lässt sich bei Artikelbildern mit Stockbildern beobachten.
Auf den ersten Blick wirkt es professionell, doch bei genauerem Hinsehen entpuppt es sich als Brei, dem durch das Abwaschen jeglicher Substanz der Geschmack fehlt — geschmacklos und nutzlos.
Manche Designer merken das und versuchen, Stockbilder durch einzigartige, markante Kreationen in etwas Besonderes zu verwandeln. In vielen Fällen gelingt es ihnen tatsächlich, dem Artikelbild einen positiven Effekt zu verleihen. In anderen Fällen schaffen sie es jedoch nicht, die Geschmacksrichtung spürbar zu verändern.
Stockbilder in Artikeln haben ausgedient.
Sie bringen kaum Vorteile, sondern eher Nachteile, zum Beispiel, dass sie den Leser vom eigentlichen Titel und Inhalt der Seite ablenken. In einem solchen Fall ist es besser, ganz auf einen Hero zu verzichten oder einen zu wählen, der nicht so sehr wie ein typischer Hero aussieht.
Einzigartige Kreationen oder Skizzen
Wer bereits erkannt hat, dass die Artikelbilder von heute oft falsch wirken oder nach KI-Schöpfung aussehen, probiert neue Ansätze aus. Das habe ich ebenfalls getan und viel getestet.
Besonders interessant war eine Kombination: Stockbilder + Grafik.
Man nimmt ein Stockbild, zieht es über die gesamte Canvas und integriert eine Grafik in das Bild, die das Stockbild ergänzt. Das Resultat ist Folgendes:
Nicht schlecht, und deutlich besser als reine Stockbilder oder geschmacklose KI-Kreationen. Für mich sind es immer noch zu viele Farben; ich mag es einfach. Ich bin ein Freund der Einfachheit. Weniger Farben sind besser.
Der nächste logische Schritt war, nur die Skizze einzusetzen. Das Ergebnis sah ungefähr so aus:
Nett, dachte ich. Kaum oder keine Farben, eine zurückhaltende Darstellung, aber mit starker Aussagekraft. Genau das ist für mich ein starkes Artikelbild.
Das hat mir so gut gefallen, dass ich es derzeit häufig auf meinen Seiten nutze. Wer weiß, vielleicht ist es auch etwas für dich und deine Website. Experimentieren lohnt sich auf jeden Fall. Man lernt dabei immer etwas.
Fazit
Mit Artikelbildern ist es wie mit Salz in der Suppe: Man sollte genau die richtige Menge verwenden. Sie helfen, den besonderen Geschmack der Inhalte hervorzuheben. Nutzt man zu viel, wird es jedoch überwältigend und kann den Gesamteindruck zerstören.
Dass viele Websites auf Stockbilder setzen, heißt nicht automatisch, dass es richtig ist. Es kann auch einfach bedeuten, dass viele Seiten den tieferen Sinn hinter einem guten Artikelbild nicht hinterfragt haben und nur dem Beispiel anderer folgen.