E-Mail-Liste aufbauen: In 4 einfachen Schritten zu den ersten Abonnenten

Vitali Lutz
Expertise für einfache Perfektion
Aktualisiert am 06. Februar 2026
Alarm 6:48 Minuten Lesezeit

Egal ob kleines Start-up, lokaler Dienstleister oder etabliertes Online-Unternehmen: Wer heute im Internet langfristig bestehen will, kommt an einer eigenen E-Mail-Liste nicht vorbei. In einem Markt, der immer lauter und umkämpfter wird, ist der direkte Draht zur eigenen Zielgruppe einer der wenigen echten Wettbewerbsvorteile.

Eine E-Mail-Liste ist weit mehr als nur ein Marketingkanal. Sie ist eine Art Sicherheitsnetz vor komplettem Businessverlust.

Wer denkt, er brauche keine E-Mail-Liste, sollte noch einmal gründlich darüber nachdenken.

Die meisten Websites hängen stark von Google ab. Sie bekommen über 90 % der Besucher von Google. Was passiert, wenn Google eine Änderung am Algorithmus vornimmt und die Website im Ranking stark einbricht, zusammen mit den Einnahmen durch Google-Besucher?

Wenn ein Traffic-Kanal plötzlich wegbricht, sich Algorithmen ändern oder bestimmte Zielgruppen saisonal schlechter erreichbar sind — zum Beispiel in der Urlaubszeit — bleibt dir immer noch der direkte Kontakt zu deinen Abonnenten.

Keiner kann dir einfach so die E-Mail-Liste nehmen. Das ist deine Kontaktliste, die dir gehört. Du besitzt die Kontakte und kannst auf Knopfdruck Umsatz mit ihnen erzielen.

Und genau darin liegt ihre wahre Stärke.

Warum eine eigene E-Mail-Liste so wertvoll ist

Der offensichtlichste Grund ist der Umsatz.

Aus meiner Erfahrung ist es fast unmöglich, mit einer gut gepflegten E-Mail-Liste keinen Mehrumsatz zu erzielen. Unternehmen, die E-Mail-Marketing konsequent einsetzen, berichten fast immer von spürbaren Umsatzsteigerungen.

Unternehmen, die E-Mail-Marketing ernst nehmen, profitieren branchenübergreifend von steigenden Umsätzen.

Ganz ehrlich: Wenn ein Newsletter an eine eigene, interessierte Liste geht, muss schon sehr viel schieflaufen, damit daraus kein zusätzlicher Umsatz entsteht. E-Mail-Marketing ist heute einer der wenigen Kanäle, mit denen sich nahezu auf Knopfdruck Verkäufe auslösen lassen.

Und ich möchte hier ganz sicher keinem E-Mail-Marketing verkaufen. Es sind alles Fakten, die sich tausendfach bewährt haben. Und genau deshalb schreibe ich darüber, weil es meinen Lesern weiterhelfen kann, mit ihrem Geschäft zu wachsen.

Genau deshalb ist E-Mail-Marketing in der Kundenakquise oft deutlich effektiver als Suchmaschinen oder soziale Netzwerke — vor allem, wenn man den Return on Investment betrachtet.

E-Mail Return on Investment (ROI)
E-Mail Return on Investment (ROI)

Neben dem Umsatz spielt ein weiterer Faktor eine entscheidende Rolle:

Vertrauen.

Studien und Praxiserfahrung zeigen, dass es im Schnitt etwa sieben Berührungspunkte (sprich 7 E-Mail-Kontakte) braucht, bis ein potenzieller Kunde genug Vertrauen aufgebaut hat, um eine Kaufentscheidung zu treffen.

Besucher aus Google oder sozialen Netzwerken sind beim ersten Kontakt meist noch "kalt". Ein direkter Verkauf funktioniert hier nur selten. Über E-Mail-Marketing lassen sich diese Kontakte jedoch gezielt aufwärmen und Schritt für Schritt begleiten.

Der vielleicht wichtigste Vorteil einer eigenen E-Mail-Liste ist jedoch die Kontrolle: Du kannst jederzeit Traffic erzeugen und Interessenten zurück auf deine Website holen — besonders wertvoll für Onlineshops.

Wer ausschließlich von einer einzigen Traffic-Quelle wie Google abhängig ist, geht ein hohes Risiko ein. Bricht dieser Kanal weg, kann der Umsatz innerhalb kürzester Zeit einbrechen — selbst bei Websites, die zuvor vier — oder fünfstellige Monatsumsätze erzielt haben.

Google Traffic Drop durch Abstrafung?
Google Traffic Drop durch Abstrafung? | Quelle: cognitiveseo.com

Mit einer aktiven, hochwertigen E-Mail-Liste passiert das nicht.

Deine Kontakte bleiben erreichbar — unabhängig von Algorithmen oder Plattformen. Du nutzt einfach deine E-Mail-Marketing-Software, erstellst eine neue E-Mail, wählst die Empfängerliste aus und sendest an diese die E-Mail ab.

Eine eigene E-Mail-Liste ist einer der wertvollsten, direkten Zugänge zu potenziellen Kunden. Weil du sofort ein Ergebnis mit dem E-Mail-Versand bekommst.

Schauen wir uns nun an, wie man Schritt für Schritt eine solche Liste aufbaut.

Schritt 1: Die passende E-Mail-Marketing-Software

Der erste technische Grundstein ist eine zuverlässige E-Mail-Marketing-Software. Zwar gibt es theoretisch die Möglichkeit, eigene Lösungen zu betreiben, in der Praxis sind professionelle Anbieter jedoch die deutlich bessere Wahl.

Gerade Einsteiger greifen häufig zu kostenlosen Tools oder versuchen, Newsletter über lokale E-Mail-Programme zu versenden. Das führt fast immer zu technischen Problemen und nicht selten zu rechtlichen Risiken.

Beim kommerziellen Versand von E-Mails müssen zwingend gesetzliche Vorgaben eingehalten werden, darunter:

  • Bestätigte Anmeldung per Double-Opt-in
  • DSGVO-konforme Datenspeicherung und -verarbeitung
  • Einhaltung wettbewerbsrechtlicher Vorgaben
  • Jederzeitige Abmeldemöglichkeit
  • Vollständige Absenderangaben und Impressum
  • Nachweisbare Dokumentation der Einwilligungen

Fehlen diese Grundlagen oder lassen sich Einwilligungen nicht eindeutig nachweisen, können empfindliche Bußgelder drohen. Seriöse Anbieter stellen daher sicher, dass Technik und Rechtssicherheit Hand in Hand gehen.

Folgende E-Mail-Marketing Tools kann ich Selbständigen und KMUs nur wärmstens empfehlen, da sie alle europäischen Gesetze einhalten und alle Funktionen mitbringen, um langfristig erfolgreiches E-Mail-Marketing zu betreiben:

  • CleverReach — ein preiswerter E-Mail-Service, der Einfachheit, Automatisierung und Wachstum vereint — und das zu einem äußerst flexiblen Preis.
  • Rapidmail — der E-Mail-Service, der E-Mail-Marketing bezahlbar und einfach macht und auf einen starken Fokus auf Newsletter und klassische E-Mail-Kommunikation setzt.
  • KlickTipp — das kleine Unternehmen, das Innovationen im E-Mail-Marketing hervorgebracht hat, wie das Tag-basierte E-Mail-Marketing im deutschen Raum.

Professionelle Tools bieten detaillierte Statistiken zu Öffnungen, Klicks, Abmeldungen und mehr — eine Grundvoraussetzung, um E-Mail-Marketing kontinuierlich zu optimieren.

Ausführliche E-Mail-Statistiken bei Rapidmail
Ausführliche E-Mail-Statistiken bei Rapidmail | Quelle: Rapidmail

Du willst ganz genau wissen, wie oft eine E-Mail versendet wurde, wie oft sie geöffnet wurde, zu welcher Uhrzeit deine E-Mail im Durchschnitt geöffnet werden, welche Klicks angeklickt werden, welche E-Mails zu Abmeldungen führen und einiges mehr. Das alles bekommst du von einer professionellen E-Mail-Marketinglösung wie die oben aus der Liste.

Schritt 2: Das Anmeldeformular

Ohne Anmeldeformular keine E-Mail-Liste. In der Regel wird dieses direkt von der verwendeten E-Mail-Marketing-Software bereitgestellt und fragt nur die nötigsten Daten ab.

Ein Newsletter-Anmeldeformular kann unterschiedlich aussehen. Du willst mit einem arbeiten, das einfach und schnell auszufüllen ist und darüber hinaus sicherstellen, dass der Nutzer sofort seinen Vorteil für die Anmeldung sieht.

Beispiel für ein Newsletter-Formular
Beispiel für ein Newsletter-Formular | Quelle: Pearl.de

Das Formular von oben funktioniert.

Es ist die Newsletter-Anmeldung auf Pearl.de. Du bekommst eine ausführliche Liste mit Vorteilen und musst dann nur deine E-Mail-Adresse angeben, um die Vorteile zu sichern. Kein Name, keine unnötigen Felder.

Wichtig: Heute trägt kaum jemand seine E-Mail-Adresse ohne Gegenleistung ein. Ein klar kommunizierter Mehrwert ist daher entscheidend.

  • Kostenlose eBooks oder Leitfäden
  • Checklisten oder Whitepaper
  • Rabatte oder Gutscheine
  • Exklusive Inhalte
  • Webinare oder Online-Trainings
  • Vorlagen oder Tools

Solche Anreize können die Anmelderate deutlich steigern. Gleichzeitig sollte darauf geachtet werden, keine "Geschenkjäger" anzuziehen, die kein echtes Interesse haben.

Das Formular sollte gut sichtbar, aber nicht aufdringlich platziert werden — zum Beispiel im Content-Bereich, in der Sidebar oder unter Artikeln.

Schritt 3: Vertrauen aufbauen

Nach der Anmeldung beginnt der Vertrauensaufbau. Neue Abonnenten kennen dich noch nicht — Vertrauen entsteht erst mit der Zeit.

  • Regelmäßig hilfreiche Inhalte senden
  • Offen, ehrlich und transparent kommunizieren

Der Marketing-Experte Dan Kennedy berichtet oft, dass einzelne E-Mails innerhalb von 24 Stunden hohe Umsätze generiert haben — allerdings erst, nachdem er seine E-Mail-Liste über Jahre hinweg aufgebaut und gepflegt hatte.

Diese lange Zeit verhalf ihm, ein enormes Vertrauen bei seinen Lesern aufzubauen, die hohe Umsätze erst möglich gemacht haben.

Die wichtigste Regel bei Vertrauensaufbau ist Ehrlichkeit und Transparenz.

Klare Absenderinformationen, ein vollständiges Impressum und ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Information und Werbung sind dabei essenziell.

Eine bewährte Faustregel: Mehrere informative E-Mails, bevor ein Angebot folgt. So bleibt die Liste aktiv und die Abmelderate niedrig.

Die Leser bekommen von dir Mehrwert zu 80 %, die restlichen 20 % kannst du versuchen, etwas zu verkaufen. Onlinehops haben es einfacher, der Mehrwertinhalt ist zugleich Werbung für Produkte, die die Leser interessieren.

Schritt 4: Die E-Mail-Liste monetarisieren

Natürlich darf auch die Monetarisierung nicht fehlen. Denn langfristig muss sich der investierte Aufwand lohnen.

Newsletter ohne Umsatz sind wie ein Auto ohne Motor.

Ein Auto ohne Motor ist nutzlos, da es dich nicht von A nach B bringen kann. So sind auch Newsletter ohne Umsatz nutzlos, da sie nicht helfen, das Geschäft finanziell am Leben zu halten.

Besonders effektiv sind automatisierte E-Mail-Serien, die neue Kontakte schrittweise aufwärmen und gezielt zu Angeboten führen.

  • Willkommensmail mit Mehrwert
  • Mehrere inhaltliche E-Mails
  • Sanfter Übergang zu Angeboten
Automatisierte E-Mail-Serie bei CleverReach
Automatisierte E-Mail-Serie bei CleverReach | Quelle: CleverReach

CleverReach hat es ziemlich einfach gemacht, entsprechende Automatisierungsserien zu erstellen und zu verwalten. Du kannst beliebig viele davon erstellen und zwischen jeder E-Mail eine beliebige Regel einfügen, die sicherstellt, dass jede E-Mail in der richtigen Reihenfolge und an die richtigen Empfänger pünktlich rausgeht.

Du erstellst also eine kleine E-Mail-Serie, die automatisch an alle Abonnenten für einen bestimmten Zeitraum verschickt wird, und zwar der Reihe nach. So kannst du automatisch das Basisvertrauen aufbauen und dann im nächsten Schritt in die Monetarisierung der Liste übergehen.

Monetarisiert werden kann sowohl mit eigenen Produkten als auch mit Affiliate-Angeboten – vorausgesetzt, E-Mail-Werbung ist erlaubt.

Wichtige Grundprinzipien für langfristigen Erfolg

Damit das E-Mail-Marketing für jeden einfach und machbar bleibt, hier sind 4 einfache Regeln, die den langfristigen Erfolg mit der eigenen E-Mail-Liste sicherstellen:

  1. Mehrwert vor Werbung: Zuerst geben, dann nehmen
  2. Klare Kommunikation, von Mensch zu Mensch
  3. Einfachheit, sowohl was die Gestaltung der E-Mails angeht als auch die Strukturierung der E-Mail-Texte
  4. Regelmäßige Auswertung der Kennzahlen, um zu wissen, was man verbessern kann

Und da sagen doch einige Experten, dass E-Mail-Marketing sehr kompliziert sei. Und andere verkaufen 400-Seiten Bücher dazu, die mehr verwirren, als nützliches an die Hand geben.

Fazit

Eine eigene E-Mail-Liste ist eines der wertvollsten Assets im Online-Business. Sie schafft Unabhängigkeit, Vertrauen und langfristige Umsätze — vorausgesetzt, sie wird mit Respekt und Mehrwert aufgebaut.

Sobald man eine hochwertige E-Mail-Liste besitzt, wird man schnell feststellen, dass sie die größten Umsätze im Geschäft erzeugt. Und das immer wieder, sobald man neue E-Mails mit Mehrwert und anschließend Verkaufstexten auf den Weg in die Postfächer der Empfänger schickt.

Solange deine E-Mail-Inhalte relevant sind und die Erwartungen deiner Leser erfüllen, bleibt E-Mail-Marketing eines der effektivsten Werkzeuge überhaupt. Ich kenne nichts, was profitabler ist als gut durchgeführtes E-Mail-Marketing.

Doch zunächst musst du noch eine hochwertige E-Mail-Liste aufbauen. Einen Leitfaden dazu hast du in diesem Artikel erfahren, jetzt gilt es, mit dem Aufbau zu beginnen.

Umleitung läuft... 5

Du wirst zur Zielseite weitergeleitet, bitte warten.