
Es gibt mehrere Methoden, um WordPress zu sichern und wiederherzustellen. Einige sind schwieriger und aufwändiger umzusetzen, andere einfacher. Alle funktionieren und sind zuverlässig. Du wirst ein Ergebnis erzielen, und das ist es, was zählt.
In der Praxis haben sich folgende drei Methoden bewährt:
- Backup-Plugin (einfach)
- Import und Export-Funktion von WordPress (mittel)
- Manuelle Sicherung und Wiederherstellung (schwer)
Du kannst entscheiden, wie du vorgehen möchtest. Ich würde den ersten Weg empfehlen, der besonders für diejenigen geeignet ist, die sich nicht zu sehr mit der Technik beschäftigen wollen.
Methode 1: Backup-Plugin für WordPress
Da die meisten den einfachsten Weg bevorzugen, beginnen wir mit diesem. Dabei verwenden wir dieses kostenlose Backup-Plugin für WordPress. Folge den Anweisungen auf der Seite, um das Plugin auf deiner Website zu installieren. Anschließend kannst du hier weitermachen.
Sobald die Installation abgeschlossen ist, findest du im Menü deines WordPress-Dashboards einen neuen Punkt mit der Bezeichnung Backup:
Du klickst drauf und landest auf der Startseite des Plugins, wo du gleich ein neues Backup erstellen kannst, indem du oben unter Aktionen auf Backup jetzt ausführen klickst.
Daraufhin wird ein Backup erstellt, das du auf derselben Seite in der Tabellenliste sehen kannst:
Sobald du mit dem Mauszeiger auf eine Sicherung in der Tabelle gehst, werden die Optionen angezeigt. Jetzt kannst du:
- ein Backup herunterladen, damit du es entweder auf dieser oder einer anderen Website wiederherstellen kannst. Was nützlich ist, wenn du deine Website woanders umziehst, weil du beispielsweise das Webhosting gewechselt hast.
- ein Backup sofort auf der gleichen Website wiederherstellen, was nützlich ist, wenn du eben die Sicherung auf der aktuellen Website wiederherstellen musst.
Solltest du das Backup auf einer anderen Website wiederherstellen wollen, dann musst du auf der anderen Website zunächst WordPress installieren und dann das Backup-Plugin nachinstallieren.
Danach erstellst du ein Backup auf der alten Website, lädst es herunter, indem du die entsprechende Option in der Auflistung anklickst, und lädst es auf die neue Website hoch, indem du die Funktion Lokales Backup hochladen nutzt.
Einmal hochgeladen, wird das Backup in der Liste der lokalen Sicherungen angezeigt und du kannst es wiederherstellen.
Das Plugin besitzt die Fähigkeit, Backups regelmäßig automatisch zu erstellen. Unter Einstellungen zum Plugin kannst du dies einstellen und dann wird deine Website rund um die Uhr gesichert, ohne dass du etwas tun musst.
Methode 2: Import und Export-Funktion von WordPress
WordPress verfügt über eine integrierte Import- und Exportfunktion für Daten. Diese ist zwar nützlich, hat aber auch ihre Nachteile, auf die ich gleich näher eingehen werde.
Um die Inhalte zu exportieren, gehst du im Menü deines WordPress-Dashboards auf Werkzeuge → Export. Wähle auf der folgenden Seite die Option Alle Inhalte aus, um alle Inhalte der Website zu exportieren:
Wenn du auf Export-Datei herunterladen klickst, wirst du überrascht feststellen, dass WordPress zwar Daten aus der Datenbank in die Sicherungsdatei aufgenommen hat, jedoch nicht die Mediendaten, die auf dem Server liegen, also jene, die du auf die Website hochgeladen hast.
Das ist der Nachteil, von dem ich gesprochen habe.
Du musst die Daten auf dem Webspace manuell sichern. Dazu verbindest du dich via FTP mit dem Speicherplatz deiner Website und lädst das gesamte Verzeichnis wp-content herunter. In diesem Verzeichnis liegen alle wichtigen Website-Daten, die du immer sichern musst, wenn du eine Website später wiederherstellen willst.
Wichtig: Außerdem musst du auch die Datei wp-config.php, die sich im Hauptverzeichnis der Website befindet, sichern und später wiederherstellen. In dieser Datei sind die Konfigurationsdaten der Website gespeichert, darunter die Datenbankverbindung.
Der Import ist denkbar einfach. Er funktioniert genauso wie der Export. Klicke dazu im Menü auf Werkzeuge → Import. Danach musst du einen Extra-Schritt machen und unten in der Auflistung WordPress Importer installieren. Dieser ermöglicht dir, die zuvor exportierte Datei zu importieren.
Nachdem der Importer installiert ist, aktualisiere die Seite. Unten kannst du dann auf Importer ausführen klicken.
Anschließend kannst du die exportierte Datei aus dem vorherigen Schritt auswählen und importieren. Dann sind alle Daten aus der Datei in der Datenbank gespeichert.
Wie bereits angemerkt, musst du die Daten, die auf dem Webspace der Website liegen, manuell sichern und wiederherstellen. Du nutzt dazu ein FTP-Programm und kannst die Daten einfach in das Hauptverzeichnis hochladen. Dabei musst du den Ordner wp-content überschreiben.
Methode 3: Manuelle Sicherung und Wiederherstellung
Wenn du diese Methode nutzen möchtest, um deine Website zu sichern und wiederherzustellen, solltest du genau wissen, was du tust. Andernfalls kannst du schnell mehr Schaden anrichten als beheben.
Wenn du unsicher bist, ob du es selbst umsetzen kannst, kontaktiere mich gerne per E-Mail oder Live-Chat. Ich übernehme die Sicherung und Wiederherstellung professionell, preiswert und ohne Ausfallzeit deiner Website.
Wenn du es dennoch selbst machen willst, hier die Schritte:
- Per FTP verbinden
Verbinde dich mit deinen Zugangsdaten über ein FTP-Programm (z. B. FileZilla) mit deinem Server - Website-Dateien herunterladen
Lade das komplette WordPress-Verzeichnis herunter – insbesondere den Ordnerwp-contentsowie die Dateiwp-config.php - Datenbank öffnen (phpMyAdmin)
Melde dich im Hosting-Panel an und öffnephpMyAdmin - Datenbank exportieren
Wähle die richtige Datenbank aus und klicke aufExportieren → Schnell → Format SQL. Lade die erzeugte.sql-Dateiherunter.
Beim Import musst du die gleichen Schritte erneut ausführen, mit dem Unterschied, dass du die Daten dieses Mal nicht herunter-, sondern hochladen musst und die alten ersetzen musst. Das betrifft insbesondere den Ordner wp-content, der gelöscht und durch die Sicherung ersetzt werden muss.
Und vergiss nicht, die wp-config.php-Datei hochzuladen und die alte zu überschreiben.
Bei der MySQL-Datenbank würde ich empfehlen, die bestehenden Tabellen zu löschen, bevor du den Import der Datenbank mit PhpMyAdmin durchführst. Das geht ganz einfach.
Wähle zunächst die Datenbank aus. Dann werden alle Tabellen angezeigt. Klicke unten auf Alle auswählen und anschließend in den Optionen auf Löschen:
Sobald alle Tabellen gelöscht sind, kannst du die Sicherungsdatei im SQL-Format mit phpMyAdmin importieren. Dazu gibt es den Import-Menüpunkt.
Fazit
Wie du in diesem Artikel erfahren hast, gibt es mehrere Möglichkeiten, WordPress zu sichern und wiederherzustellen.
Der einfachste Weg ist die Nutzung eines Backup-Plugins, das sowohl Sicherungen als auch Wiederherstellungen unterstützt. Der etwas aufwändigere Weg führt über die integrierte Import- und Export-Funktion von WordPress.
Der manuelle Weg ist der schwierigste.
Du solltest ihn nur wählen, wenn es wirklich nötig ist und du weißt, was du tust. Um eine komplette Sicherung und Wiederherstellung auf manuellem Wege durchzuführen, muss man schon ein Grundverständnis für die Datenstruktur von WordPress, FTP und phpMyAdmin haben.
Wie bereits empfohlen, kannst du dich jederzeit an mich wenden, wenn du Hilfe bei deiner Sicherung und Wiederherstellung der WordPress-Website brauchst. Ich mache das täglich und kann dir schnell helfen.