WordPress-Backup — damit die Website im Ernstfall schnell wieder online ist

Vitali Lutz
Expertise für einfache Perfektion
Aktualisiert am 18. Februar 2026
Alarm 9:32 Minuten Lesezeit

Niemand plant einen Ausfall. Niemand rechnet damit, dass etwas schiefgeht, besonders dann nicht, wenn WordPress "unter der Haube" der Website läuft und alles zunächst problemlos aussieht.

Gerade weil WordPress im Hintergrund arbeitet, können kleine Probleme oder veraltete Komponenten schnell unbemerkt zu größeren Ausfällen oder Sicherheitslücken führen.

Und trotzdem passiert es.

Es gibt einen Milliardenmarkt für Versicherungen. Menschen mögen es, sich gegen Risiken abzusichern und ein gutes Gefühl von Sicherheit zu haben.

Ähnlich verhält es sich bei Backups einer WordPress-Website: Ein WordPress-Backup ist wie eine Versicherung. Im Ernstfall entscheidet sie darüber, ob es schnell weitergeht, oder richtig weh tut.

Wenn du kein aktuelles Backup der gesamten Website hast und ein Teil oder alle Daten gelöscht werden, dann tut es richtig weh.

Ein Backup schützt vor Datenverlust, Ausfällen oder Angriffen. Sollte etwas schiefgehen: ein gehacktes Plugin, ein fehlgeschlagenes Update oder ein technischer Fehler, kann die Website schnell wiederhergestellt werden, ohne dass langfristiger Schaden entsteht.

Wenn schnell gehandelt wird, kann eine Website innerhalb von Minuten mithilfe eines Backups wiederhergestellt werden. Besucher und Kunden bemerken es nicht einmal, wenn es richtig schnell geht.

Warum WordPress Backups unverzichtbar sind

Technische Fehler gehören dazu. Auch bei gut gepflegten Websites.

Ein WordPress-Update kann immer schiefgehen — besonders, wenn man keine vorherigen Kompatibilitätsnachforschungen betreibt oder Probeupdates durchführt.

Das kann selbst dann passieren, wenn man sorgfältig arbeitet. Deshalb geht man bei Updates sehr vorsichtig vor: Vor jedem Update wird ein vollständiges Backup erstellt, sodass man im Falle eines fehlgeschlagenen Updates jederzeit auf die gesicherte Version zurückgreifen kann.

Es kann auch ein Sicherheitsvorfall sein, oder schlicht ein menschlicher Fehler:

  • ein falscher Klick,
  • versehentlich gelöschter Inhalt oder
  • eine überschriebene Seite.

In all diesen Fällen muss man sofort auf ein Backup zurückgreifen können und die Website in den aktuell möglichen, funktionsfähigen Zustand zurückversetzen. Nur so lassen sich Datenverlust, Ausfallzeiten und Folgeschäden vermeiden.

Backups sind kein Zeichen von Misstrauen gegenüber dem System, sie sind vorsorgliche Absicherung.

Man kann es sich vorstellen wie einen Sicherheitsgurt im Auto: Man hofft, ihn nie zu brauchen, aber wenn doch etwas passiert, schützt er Leben, oder im Fall der Website, die Daten und die Funktionsfähigkeit.

Einfache Backup-Routine für WordPress

Wenn du deine WordPress-Website sicher und systematisch durch Backups absichern willst, brauchst du eine automatische Routine. Eine solche Routine ist sehr einfach und kann wie folgt veranschaulicht werden:

Einfache WordPress-Backup-Routine
Einfache WordPress-Backup-Routine
  • Du musst ein einfaches Backup für die Website einrichten. Im Idealfall kannst du das Backup direkt mit deinem Webhoster einrichten. Wenn das nicht möglich ist, nutze ein WordPress-Plugin dafür.
  • Beim Backup müssen die MySQL-Datenbank und alle Dateien der Website gesichert werden. Zumindest jedoch die Datenbank und der Ordner wp-content, denn dort liegen die wichtigsten Daten der Website, die für eine vollständige Wiederherstellung benötigt werden.
  • Beim Backup werden alle Daten in ein ZIP-Archiv gebündelt und idealerweise lokal auf dem Server und zusätzlich an einem externen Speicherort außerhalb des Servers abgelegt.
  • Mindestens einmal monatlich nimmst du eine Sicherungsdatei, lädst sie auf deinen PC herunter, entpackst sie und stellst sicher, dass darin sowohl die Datenbank als auch alle Daten der Website enthalten sind und unbeschädigt sind.

Verkompliziere das Ganze nicht. Halte es so einfach, wie oben beschrieben.

Je mehr unnötige Komplexität hinzukommt, desto mehr Fehler können bei der Wiederherstellung auftreten. Im schlimmsten Fall hat man zwar Backups, die jedoch unbrauchbar sind, weil sie beispielsweise in einem Format vorliegen, das nur schwer wieder eingespielt werden kann.

Ein Kunde hat beispielsweise im Rahmen der Sicherung die gesamte Festplatte des Servers gesichert, was alles andere als effizient ist. Die Backups liegen als Spiegelkopie des Servers vor. Du benötigt jedoch nur die Daten der Website, nicht die des gesamten Servers, zumindest in den meisten Fällen.

Wenn du nur die Website-Dateien und die Datenbank sicherst und diese als ZIP-Datei speicherst, ist eine spätere Wiederherstellung der Website kein Problem.

Was bei fehlenden oder falschen Backups passiert

Ein Wartungskunde hatte keine Backups seiner WordPress-Website. Nach einem fehlgeschlagenen Update waren Teile der Seite gelöscht, Plugins funktionierten nicht mehr und einige Inhalte waren unwiederbringlich verloren.

Danach wandte er sich mit der Bitte an mich, so viel wie möglich von der Website wiederherzustellen, damit diese wieder läuft.

Ich musste die Funktionalität der Website wiederherstellen, indem ich die Plugins neu einrichtete und versuchte, die inhaltliche Struktur der Website zu rekonstruieren. Natürlich konnte ich die Website nicht 1:1 wie vor dem Datenverlust wiederherstellen.

Das war ein großer Aufwand für mich und eigentlich deutlich mehr Leistung, als in einem normalen WordPress-Wartungsvertrag enthalten ist.

Dieser Aufwand hätte mit einem regelmäßigen Backup deutlich schneller und unkomplizierter erfolgen können.

Es zeigt: Ohne Backups oder ausreichende Vorsorge kann selbst ein kleiner Vorfall viel Zeit, Arbeit und Ressourcen kosten — weit über das hinaus, was ein standardmäßiger Wartungsvertrag abdeckt.

Ohne funktionierendes Backup wird aus einem kleinen Problem schnell ein großes.

Typische Folgen:

  • Inhalte sind unwiederbringlich verloren
  • die inhaltliche Struktur der Website ist teilweise oder komplett zerstört
  • die Website ist stunden- oder tagelang offline
  • eine Wiederherstellung wird teuer oder unmöglich
  • Entscheidungen müssen unter Zeitdruck getroffen werden

Ein sehr häufiger Praxisbeispiel:

Nach einem fehlgeschlagenen Update ist die Website nicht mehr erreichbar. Es gibt zwar ein Backup, aber niemand weiß genau, wie alt es ist. Am Ende fehlen somit mehrere Wochen Inhalte. Diese müssten mühselig wiederhergestellt werden, was Zeit kostet und zu einem Verlust von Google-Rankings führt.

Sollten keine Backups verfügbar sein, gehe ich systematisch vor und versuche, die Website funktionsfähig zu machen, ohne dass ein Backup für die Wiederherstellung notwendig ist. Was häufig sogar funktioniert.

Das ist zwar kein Drama, aber unnötiger Aufwand und Stress und ein Website-Ausfall für mehrere Stunden. Das kann man vermeiden, indem man regelmäßig ein komplettes Backup der Website erstellt.

Welche Arten von WordPress-Backups es gibt

Backup ist nicht gleich Backup. Es gibt Unterschiede, die man kennen sollte:

  • Manuelle Backups, die bewusst erstellt, aber oft vergessen werden
  • Automatische Backups, diese laufen regelmäßig, brauchen aber Kontrolle
  • Vollständige Sicherungen, die alle Dateien und Datenbank enthalten
  • Unvollständige Sicherungen, die wie ein Backup wirken, helfen im Notfall aber nicht
  • Lokale Sicherungen, die auf dem gleichen Server liegen
  • Externe Sicherungen, die unabhängig vom Webspace sind

Man muss das nicht technisch verstehen. Wichtig ist nur:

Nicht jede Sicherung ist im Ernstfall wirklich brauchbar.

Idealerweise verfügt man über eine vollständige Sicherung der Website und der Datenbank. Diese liegt auf einem sicheren externen Server. Sollte es zu großen Problemen kommen, sodass die gesamte Website gelöscht wird, ist eine Wiederherstellung mit hoher Erfolgsrate möglich.

Zumindest hat man ein Backup der Datenbank und der Dateien, die man über die Upload-Funktion der Website auf den Webspace hochlädt. Je nach Fall kann man entweder die Datenbank oder die Dateien wiederherstellen.

Um Backups jederzeit verfügbar zu machen, richtet man automatische Backup-Routinen ein. Diese stellen sicher, dass sowohl eine komplette Website-Kopie als auch eine Datenbank existieren und auch kleinere Sicherungen vorhanden sind, die je nach Einzelfall für die Wiederherstellung genutzt werden können.

Wie oft sollte ein WordPress-Backup erstellt werden?

Die richtige Häufigkeit von Backups hängt nicht vom Bauchgefühl ab, sondern davon, wie aktiv und aktuell eine Website ist.

Eine statische Website, die sich kaum ändert, benötigt weniger häufige Backups. Bei einer dynamischen Website mit regelmäßig neuen Inhalten, Produkten oder Nutzerinteraktionen hingegen sollten Backups deutlich häufiger durchgeführt werden, um insbesondere Datenverlust zu vermeiden.

Eine aktive Website mit:

  • täglich neuen Inhalten,
  • Anfragen über Formulare,
  • regelmäßigen inhaltlichen oder strukturellen Änderungen,
  • ständigen Nutzerinteraktionen (Kommentare, Bewertungen, Anmeldungen, etc.),

braucht deutlich häufiger Sicherungen.

Ein Backup im Monat klingt erstmal okay. Reicht aber oft nicht aus, wenn zwischendurch viel passiert.

Die Faustregel ist einfach:

Je mehr sich innerhalb eines bestimmten Zeitraums auf der Website ändert, desto wichtiger sind Backups.

Ich empfehle, die Website einmal am Tag in den Abendstunden zu sichern. Das kann man automatisieren und in den meisten Fällen stört es die Website überhaupt nicht, wenn so ein Backup erstellt wird.

Bei sehr aktiven Websites muss das Backup mehrmals täglich erstellt werden — wahlweise auch inkrementell. Inkrementelle Backups sparen dabei Speicherplatz, da nur die Änderungen seit dem letzten Backup gesichert werden, und ermöglichen eine präzise Wiederherstellung.

So kann im Falle eines Datenverlusts die Website über ein Backup wiederhergestellt werden, ohne dass viele Inhalte oder sonstige Daten verloren gehen.

WordPress Wiederherstellung im Notfall

Ein Backup ist nur dann etwas wert, wenn man es auch zuverlässig zurückspielen kann. Das merkt man spätestens dann, wenn ein tatsächlicher Ausfall oder Datenverlust eintritt und man merkt, dass das Backup fehlerhaft, unvollständig oder gar nicht verfügbar ist.

Ohne getestete Wiederherstellung bringt selbst das beste Backup keinen Schutz. Genau hier liegt der Knackpunkt.

Im Notfall zählt:

  • eine schnelle Reaktionszeit
  • eine Wiederherstellungsroutine (ein klarer Ablauf)
  • kein Herumprobieren, sondern wissen, was zu tun ist

Ein typisches Szenario:

Die Website ist offline. Kunden rufen an. Jetzt muss die Wiederherstellung sofort und ohne Fehler erfolgen!

Für genau solche Situationen gibt es einen strukturierten Notfallablauf. Dieser Ablauf muss geübt und fehlerfrei erfolgen. Die meisten Website-Betreiber beherrschen das nicht, weil solche Notfälle eher selten auftreten.

Wenn sie jedoch einmal eintreten, ist die Panik und Verzweiflung groß und gleichzeitig steigt die Fehlerquote beim Wiederherstellungsprozess, was den Schaden noch verschärfen kann.

Backups als fester Bestandteil der WordPress-Wartung

Einzelne Backups ohne Kontrolle sind trügerisch.

Man fühlt sich sicher, weiß aber nicht, ob sie vollständig, aktuell oder überhaupt wiederherstellbar sind. Ohne regelmäßige Überprüfung kann ein Backup im Ernstfall nutzlos sein, und genau dann merkt man, dass scheinbare Sicherheit keinen echten Schutz bietet.

Ein Fall aus meine Praxis ...

Ein Kunde nutzte ein WordPress-Plugin, das regelmäßig die Datenbank sicherte. Er erhielt jedes Mal eine E-Mail, sobald ein Backup erstellt wurde, und fühlte sich sicher, in dem Glauben, dass im Notfall eine Wiederherstellung problemlos möglich sei.

Dann kam es zu einem Hardware-Schaden:

Die Festplatte auf dem Server ging kaputt. Der Webhoster konnte trotz eines RAID-Systems nur einen Teil der Website wiederherstellen. Der Kunde blieb nur die Möglichkeit, die manuelle Wiederherstellung über das Backup vorzunehmen.

Zu seiner Überraschung stellte er fest, dass das Backup nur die Datenbank gesichert hatte. Alle physischen Dateien auf dem Server: Bilder, Dokumente, PDFs und andere Medien, waren nicht gesichert. Der Kunde musste diese Dateien alle manuell wieder hochladen.

Es war ein enormer Aufwand, der sich über Wochen zog. Dabei entstand ein erheblicher Zeit- und Finanzschaden. Alles hätte mit einem vollständigen Backup, das nicht nur die Datenbank, sondern auch alle Dateien umfasst, deutlich schneller und unkomplizierter gelöst werden können.

Eine professionelle Wartung von Websites bedeutet deshalb:

  • regelmäßige Sicherung
  • Überprüfung, ob sie funktioniert
  • sicherstellen, dass einzelne Backups komplett sind
  • jederzeitiger Zugriff darauf möglich ist

Backups, Monitoring und Updates gehören zusammen.

Erst im Zusammenspiel entsteht echte Sicherheit. Bringt man alles zusammen, hat man eine Website, die verlässlich, stabil und geschützt ist, sowohl vor technischen Problemen als auch vor Angriffen oder Datenverlust.

Mehr Informationen zu WordPress-Updates, Monitoring und Reporting findest du auf separaten Seiten, falls du detailliertere Einblicke oder konkrete Tipps dazu benötigst.

Dort erfährst du, wie man Updates systematisch durchführt, die Website überwacht, Sicherheitslücken erkennt und durch regelmäßige Wartung langfristig verlässliche und sichere WordPress-Websites betreibt.

Im Rahmen meines Wartungsservices für WordPress automatisiere ich nicht nur die zuverlässige Sicherung der gesamten Website nach individuell festgelegten Zeitabständen, sondern überprüfe manuell, ob die Backups im Notfall tatsächlich wiederherstellbar sind.

So stelle ich sicher, dass ein Backup nicht nur existiert, sondern auch funktioniert, wenn es wirklich gebraucht wird.

Für wen professionelle WordPress-Backups sinnvoll sind

Professionelle Backups sind besonders sinnvoll für:

  1. E-Commerce-Websites — hier stehen Zahlungsdaten, Bestellungen und Kundendaten auf dem Spiel. Datenverlust bedeutet direkten Umsatzverlust.
  2. Websites mit häufigen Inhalten oder Updates — Blogs, Nachrichtenportale oder Community-Seiten, die regelmäßig neue Inhalte erhalten.
  3. Unternehmensseiten — für kleine und mittelständische Unternehmen ist die Website oft zentrale Informations- und Vertriebsplattform.
  4. Websites mit vielen Plugins oder individuellen Anpassungen — Jede Änderung oder Erweiterung erhöht die Komplexität und damit das Risiko eines Fehlers.
  5. Seiten mit rechtlicher oder sensibler Relevanz — Portale, die personenbezogene Daten verarbeiten oder gesetzlich relevante Informationen bereitstellen.

Überall, wo wertvolle Daten liegen oder häufige Änderungen stattfinden, sind Backups absolut Pflicht!

Wie bereits empfohlen, kann es oft schon helfen, einmal täglich abends ein Backup erstellen zu lassen. Das verhindert viele schlaflose Nächte.

Ich kann dazu auch gesonderte Beratung und passende Services anbieten, um sicherzustellen, dass Backups zuverlässig, automatisiert und im Ernstfall schnell wiederherstellbar sind. Schreib mir einfach eine E-Mail, und wir besprechen die Details wie Backup-Frequenz, Sicherheitsmaßnahmen und alle weiteren Services, die deine WordPress-Website zuverlässig schützen.

Ein gutes Backup spart im Notfall Tage oder sogar Wochen Arbeit, und oft auch viel Geld. Für geschäftskritische Websites sind regelmäßige Sicherungen der gesamten WordPress-Installation daher nicht nur wichtig, sondern unverzichtbar

Möchtest du sicher sein, dass deine Website im Notfall geschützt ist?

Wenn du nicht nur irgendein Backup willst, sondern die Sicherheit, dass es im Ernstfall auch funktioniert, dann lohnt sich ein Blick von außen.

Richte eine Backup-Routine für deine WordPress-Website ein.

Diese muss automatisch laufen und die Daten nicht nur auf dem Server, sondern auch extern auf einem geschützten Speicher sichern. Lokale Backups bringen nur dann etwas, wenn die Festplatte nicht kaputtgeht, was jedoch immer wieder passiert.

Wenn du Hilfe bei der Backup-Routine brauchst, kann ich dich dabei unterstützen und beraten.

Melde dich einfach per E-Mail. Optional kannst du meinen WordPress-Wartungsservice nutzen. Dann musst du dich mit Backups und der Technik der Website überhaupt nicht beschäftigen, denn ich übernehme alles für dich.

Umleitung läuft... 5

Du wirst zur Zielseite weitergeleitet, bitte warten.